Modernes Wohnen, klar gedacht
Es gibt Hotels, bei denen man eincheckt, übernachtet und am nächsten Morgen wieder abreist. Und dann gibt es Konzepte, bei denen man schon nach kurzer Zeit merkt, dass hier ein bisschen anders gedacht wurde.
Genau diesen Eindruck hatte ich bei meinem Besuch im THE ZIPPER Hotel & Apartments in Düsseldorf. Ich war selbst vor Ort, habe dort übernachtet und mir das Haus und die verschiedenen Bereiche in Ruhe angesehen. Dabei wurde ziemlich schnell klar: THE ZIPPER möchte eigentlich gar kein klassisches Hotel sein. Das Konzept bewegt sich irgendwo zwischen Hotel, eigenem Apartment und modernem Wohnen auf Zeit.
Ankommen funktioniert hier anders
Schon beim Check-in merkt man, dass Digitalisierung hier eine wichtige Rolle spielt. Viele Abläufe sind digital organisiert und dadurch angenehm unkompliziert. Interessant finde ich aber, dass dadurch keineswegs der Eindruck eines anonymen Hauses entsteht.
Ganz im Gegenteil: Die Idee dahinter ist, administrative Dinge möglichst digital abzuwickeln, damit das Team mehr Zeit für den persönlichen Kontakt mit den Gästen hat. Das ist für mich tatsächlich die sinnvollere Definition eines modernen Hotels: Technik dort einsetzen, wo sie Dinge einfacher macht – und den Menschen nicht dadurch ersetzen.
Architektur als ruhiger Rahmen

Ein Apartment statt eines klassischen Hotelzimmers
Besonders interessant fand ich die Apartments. Hier hat man nicht einfach nur Bett, Bad und Minibar, sondern einen Raum, in dem man tatsächlich wohnen kann.
Dazu gehört vor allem die eigene Küche. Gerade wenn man mehrere Tage oder sogar Wochen unterwegs ist, verändert das den Aufenthalt enorm. Man ist nicht darauf angewiesen, morgens, mittags und abends essen zu gehen, sondern kann sich auch einfach selbst etwas zubereiten.
Die Apartments reichen je nach Kategorie von 22 bis zu 70 Quadratmetern.

Von einer Nacht bis zu mehreren Monaten
Im THE ZIPPER kann man tatsächlich von einer Nacht bis zu mehrerer Monaten bleiben.
Das macht das Haus für ganz unterschiedliche Gäste interessant. Für jemanden, der für ein Wochenende in Düsseldorf ist, genauso wie für Geschäftsreisende, Messebesucher oder Menschen, die für mehrere Wochen oder Monate in der Region arbeiten.
Ich finde diesen Ansatz spannend, weil dadurch die klassische Grenze zwischen Hotel und Wohnung verschwindet. Man kann kurz bleiben – man könnte hier aber genauso gut für längere Zeit seinen Lebensmittelpunkt einrichten.
Der kombinierte Wohn- und Schlafbereich zeigt diese Haltung besonders klar. Warmes Licht, kompakte Zonierung und sichtbare Alltagselemente vermitteln Wohnqualität ohne Überinszenierung. Der Raum wirkt ruhig, präzise und flexibel nutzbar.

Auch die weitere Innenaufnahme mit Sessel, Sofa, Tisch und Rheinblick unterstreicht den Charakter des Hauses. Offenheit, Aussicht und eine klare Möblierung prägen den Eindruck. Hier wird sichtbar, wie sich privater Rückzug und ein zeitgemäßes Aufenthaltsgefühl verbinden lassen.
Sauna mit Panorama, Yoga und ein Ort zum Abschalten
Besonders außergewöhnlich ist die Panoramasauna im 13. Stock. Die Sauna ist aus Erlenholz gefertigt und bietet durch ihre Verglasung einen entsprechenden Blick über die Stadt. Direkt daneben gibt es außerdem einen eigenen Bereich für Meditation; auch Yoga gehört zum Konzept. Das gefällt mir, weil diese Bereiche nicht wie irgendein obligatorischer „Wellnessbereich“ wirken, sondern gut zum Gedanken des längeren Wohnens passen.
Community statt anonymem Hotelflur
Einen weiteren interessanten Ansatz findet man im Community Space. Hier gibt es eine offene Co-Cooking-Area und Möglichkeiten zum Co-Working. Zur Ausstattung gehören unter anderem WLAN, Whiteboard und ein großer Bildschirm für Präsentationen. Darüber hinaus finden Veranstaltungen und beispielsweise Tastings mit lokalen Partnern statt. Das ergibt gerade in Verbindung mit den Longstay-Apartments Sinn. Wer für drei Monate beruflich in Düsseldorf lebt, möchte vielleicht nicht jeden Abend alleine in seinem Apartment verbringen. So entsteht ein bisschen mehr Gemeinschaft, ohne dass man dazu gezwungen wird. Wer seine Ruhe möchte, zieht sich zurück. Wer Menschen kennenlernen möchte, hat die Möglichkeit dazu.
Der Community Space erweitert das Konzept über den privaten Wohnraum hinaus. Er steht für Begegnung, Austausch und eine soziale Mitte im Haus. Die regelmäßige gemeinschaftliche Nutzung verleiht dem Projekt eine spürbare soziale Dimension.
Auch beim Fitnessbereich wurde nicht gespart
Dazu kommt ein eigener Fitnessbereich mit Technogym-Geräten für Cardio-, Kraft- und funktionelles Training. Ergänzend werden Kurse und auf Wunsch Personal Training angeboten.
Gerade für Longstay-Gäste finde ich das sinnvoll. Wenn ich irgendwo mehrere Wochen wohnen würde, wären Fitness, vernünftiges Essen und Rückzugsmöglichkeiten für mich deutlich wichtiger als irgendwelche klassischen Hotel-Gimmicks.
THE ZIPPER hat mich wirklich überzeugt. Modern, hochwertig, durchdacht und trotzdem persönlich – dazu dieser großartige Blick über Düsseldorf. Für mich ein Konzept, das deutlich mehr bietet als eine klassische Hotelübernachtung.
Ich habe mich rundum wohlgefühlt – und eines steht fest: Ich komme wieder!







